If this was fiction
It would be easier to write this.



Mr Moon , maybe your time is coming.

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gedichtet

vergleich

Wenn dir all die Worte fehlen
Sie fliehen und nicht wiederkehrn
Fragmente sich zu Sätzen quälen
Ausdruckskraft unendlich fern

Wenn dein Mund ist zugenäht
Dein Kopf wird voll und droht zu platzen
Kein Stück in dir das Jetzt versteht
Nur Farben, Bilder, Monster, Fratzen

Wenn du fällst und fällst und fällst
Der Wind dir den Verstand zerreißt
Und du schon jetzt die Tage zählst
weil du nichts kannst und auch nichts weißt

Dann geht es dir wie mir.

 

(24.05.09,by Lisa B.)

25.5.09 19:53


ambivalenz

schwarz wie das feuer
rot wie der schnee
gratis ist teuer
und freude tut weh

süß wie die kriege
still wie der krach
ich stürze und fliege
bin trotz träumen wach

will sterben und lieben
will fliehen und bleib
ich bin ehrlich durchtrieben
ich schreie und schweig

gesegnet und verflucht
gemieden und gesucht
nach wahrheit strebend
im dunkeln schwebend

was kann ich tun?
10.3.09 21:02


Ein Stein

Es war einmal ein kleiner Stein
Der wollt so gern ein Hase sein
Ein freier Hase auf dem Feld
der springt herum und sieht die Welt
und er ist warm und fühlt und liebt
will alles sehen was es gibt

Es war einmal ein kleiner Stein
der wollt so gern ein Hase sein
auch gern im Käfig,fett und rund
zufrieden und meistens gesund
der pinkelt nur in alle Ecken
kann täglich neue Häslein decken

Es war einmal ein kleiner Stein
doch wollte er kein Stein mehr sein
er wollte mehr, er wollte leben
wollte auf Wolke sieben schweben
frei sein, fühlen, niemals stillstehen,
doch dann bekam er was zu sehen.

Es war einmal ein kleiner Stein
der war sehr froh,ein Stein zu sein.
So sah er wie auf grünen Wiesen
Jäger einen Hasen schießen.

Es war einmal ein kleiner Stein
der lachte sich ins Fäustchen rein.
Zwar war er hart und kalt und schwer,
doch leiden taten Hasen mehr.
So bleibt der Stein nun, wie er war;
lieber allein, als in Gefahr!
23.2.09 00:02


unvollständig

in meinem zimmer siehts wüst aus
ziemlich genau wie in mir
bitte halt mich doch endlich daraus
viel zu lange war ich schon hier

ich weiß kaum wie ichs aushalten kann
in mir ist alles anders als einst
am liebsten sähe ich dich garnichtmehr an
wie du mich mit deinem leben zuweinst

ich seh micht nicht auf deiner stufe
ich seh mich nichtmehr neben dir
langsam verfliegen deine rufe
du musst verstehn,es gibt kein wir

die schuld sie trifft dich nicht allein
mein kopf ist mein zuhaus
ein mensch will ich nun nichtmehr sein
...

 

by Lisa B.

4.12.08 17:19


die reise

ich reise durch die welt
sah jede ecke,jedes meer
auf der suche was mich hält
streife ich umher

die kleider sind verstaubt und alt
die haut zerkratzt und faltig
seit jahren mach ich keinen halt
der weg,er ist gewaltig

die sehnsucht zeigt die wege
und treibt mich schnell voran
sobald ich zur rast mich lege
sagt sie,ich komm' niemals an

seit jahren laufe ich weiter
ich kenn' nichtmal mein ziel
doch ich weiß,dass wenn ich scheiter
ich nichtmehr leben will

freunde habe ich keine
nichts lieb ich auf der welt
weiß oft nicht,ob ich weine
oder ob regen fällt

die menschen wundern sich,warum
ich diesen weg gewählt
doch schauen sie sich einmal um
wissen auch sie,was fehlt

sie fragen sich nichtmehr
wer lenkt denn jetzt ihr leben
doch die fesseln spürt nur der
der sich anfängt zu bewegen

ich hob meinen blick
so verschwanden alle mauern
ich blicke nie zurück
ich will nie wieder trauern

und wenn ich scheiter will ich sagen
"ich habs versucht"
ich lebte voller fragen
und starb schließlich auf der flucht.
31.10.08 19:16


der Kreis

In ihm drückte es.Es drückte von innen heraus,den gesamten Körper,im Kopf,im Bauch,in jedem Finger.Es drückte und schrie.Schrie danach,rausgelassen zu werden.Es zerrte,kratzte,biss und schlug ihn innerlich.Doch er saß nur da und rührte sich nicht.Die Schmerzen waren unerträglich und das Schlimmste war,dass er sie nicht in Worte fassen konnte.Er fühlte sich,als würde er jeden Moment explodieren.Tränen stiegen ihm in die Augen,er musste jede Faser seines Körpers anstrengen,damit er nur so still dasitzen konnte.Damit es nicht ausbrach.Er wusste zwar,dass es seine einzige Chance war,aber er hatte es nunmal so gelernt.Gelernt,still dazusitzen,mit angespanntem Körper,geschlossenen Augen.Dagegen ankämpfen,dass es rauskam.Solange still dasitzen,verkrampft dasitzen,bis die Phase vorüber war.Sobald es vorbei war,fühlte er es in seinem ganzen Körper kribbeln.Es kribbelte und tat weh,er fühlte sich taub,die Muskeln waren überspannt,er merkte,dass er wieder mit den Zähnen geknirscht hatte.Er schmeckte Blut,sein Kopf tat weh.Es war zwar vorbei,doch es entfernte sich nie komplett und jedes mal wurde es schlimmer.Er konnte kurz darauf keinen Gedanken fassen,es war nicht ganz weg,er spürte die Nachbeben,wie er sie nannte.Reden konnte er nicht.Jede Phaser schmerzte und sehnte sich nach Erholung.Er wusste,wenn er wollte,konnte er es jetzt rauslassen und es war ersteinmal vorbei.
Aber das durfte er nicht.
Nicht in diesem Zimmer
Nicht in diesem Haus
Nicht bei diesen Menschen
Er hatte keine Fluchtmöglichkeit,und keine Ahnung wann es das nächste mal zuschlug.Er merkte wieder,wie die Tränen langsam heranrollten.Doch sie durften nicht.Niemals durften sie zum Vorschein kommen,wenn die geringste Möglichkeit bestand,dass andere ihn sehen konnten.Mit einem schmerzenden Körper und voller Angst und Erschöpfung,legte er sich hin und atmete so leise er konnte.Jeder der nun reinkam würde denken er schlief,wenn er aufmerksam hinhörte würde er denken er sei tot.Er stellte sich so gut er konnte tot,in der Hoffnung,wenn es wiederkam,und dachte er sei tot,könnte es nicht seine Hände um seinen Hals legen und zudrücken,bis er es nichtmehr in sich hielt.
Und das,was dann passieren könnte,machte ihm solche Angst,dass er fast täglich diesen Schmerz und den Kampf auf sich nahm,und immer wieder hoffte,dass es sich von alleine legte.Müde,verzweifelt und in der Gewissheit,diesen Kreis niemals zerschlagen zu dürfen schlief er schließlich,vollkommen verzweifelt,ein.
30.10.08 20:31


die größte macht

mein herz zerspringt
wenn du mich blendest
die hölle singt
sobald du dich abwendest

was tust du mit mir?
was bringt es dir?

mein blut erfriert
durch deinen blick
mein verstand verliert
gib ihn zurück

was tust du mit mir?
was bringt es dir?

raubst mir die kraft
lässt mich allein
du hasts geschafft
bin ewig dein

streng schaust du meinem untergang zu
deine zerstörung traf mich mit voller wucht
ich liebe dich,und das weißt du
bin ewig dein,grausame sehnsucht
21.8.08 20:29


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