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der Kreis

In ihm drückte es.Es drückte von innen heraus,den gesamten Körper,im Kopf,im Bauch,in jedem Finger.Es drückte und schrie.Schrie danach,rausgelassen zu werden.Es zerrte,kratzte,biss und schlug ihn innerlich.Doch er saß nur da und rührte sich nicht.Die Schmerzen waren unerträglich und das Schlimmste war,dass er sie nicht in Worte fassen konnte.Er fühlte sich,als würde er jeden Moment explodieren.Tränen stiegen ihm in die Augen,er musste jede Faser seines Körpers anstrengen,damit er nur so still dasitzen konnte.Damit es nicht ausbrach.Er wusste zwar,dass es seine einzige Chance war,aber er hatte es nunmal so gelernt.Gelernt,still dazusitzen,mit angespanntem Körper,geschlossenen Augen.Dagegen ankämpfen,dass es rauskam.Solange still dasitzen,verkrampft dasitzen,bis die Phase vorüber war.Sobald es vorbei war,fühlte er es in seinem ganzen Körper kribbeln.Es kribbelte und tat weh,er fühlte sich taub,die Muskeln waren überspannt,er merkte,dass er wieder mit den Zähnen geknirscht hatte.Er schmeckte Blut,sein Kopf tat weh.Es war zwar vorbei,doch es entfernte sich nie komplett und jedes mal wurde es schlimmer.Er konnte kurz darauf keinen Gedanken fassen,es war nicht ganz weg,er spürte die Nachbeben,wie er sie nannte.Reden konnte er nicht.Jede Phaser schmerzte und sehnte sich nach Erholung.Er wusste,wenn er wollte,konnte er es jetzt rauslassen und es war ersteinmal vorbei.
Aber das durfte er nicht.
Nicht in diesem Zimmer
Nicht in diesem Haus
Nicht bei diesen Menschen
Er hatte keine Fluchtmöglichkeit,und keine Ahnung wann es das nächste mal zuschlug.Er merkte wieder,wie die Tränen langsam heranrollten.Doch sie durften nicht.Niemals durften sie zum Vorschein kommen,wenn die geringste Möglichkeit bestand,dass andere ihn sehen konnten.Mit einem schmerzenden Körper und voller Angst und Erschöpfung,legte er sich hin und atmete so leise er konnte.Jeder der nun reinkam würde denken er schlief,wenn er aufmerksam hinhörte würde er denken er sei tot.Er stellte sich so gut er konnte tot,in der Hoffnung,wenn es wiederkam,und dachte er sei tot,könnte es nicht seine Hände um seinen Hals legen und zudrücken,bis er es nichtmehr in sich hielt.
Und das,was dann passieren könnte,machte ihm solche Angst,dass er fast täglich diesen Schmerz und den Kampf auf sich nahm,und immer wieder hoffte,dass es sich von alleine legte.Müde,verzweifelt und in der Gewissheit,diesen Kreis niemals zerschlagen zu dürfen schlief er schließlich,vollkommen verzweifelt,ein.
30.10.08 20:31
 


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